Mit tiefer Trauer, aber auch voller Dankbarkeit für unzählige schöne gemeinsame Momente, nehmen wir Abschied von unserem Ehrenvorsitzenden Jürgen Grzeschik.
Seit seinem Vereinseintritt war Jürgen weit mehr als nur ein Mitglied – er war der Motor, der Visionär und vor allem das Herzstück der TG Kastel. Über fünf Jahrzehnte hinweg prägte er unseren Verein mit einer Leidenschaft, die ihresgleichen sucht.
Ein Weg voller Herzblut und Engagement
Als Rückraumspieler in unserem Verein feierte er über viele Jahre Erfolge. Dabei war ihm wichtig, stets „seine“ Trikotnummer 9 zu tragen. Diese Tradition hält sein Sohn bis heute als aktiver Spieler unserer 1. Herrenmannschaft aufrecht.
Jürgens Wirken war so vielseitig wie der Sport selbst. Er begann dort, wo die Zukunft des Vereins liegt: bei der Jugend. Als Trainer der männlichen C-Jugend (80er Jahre), derMinis (2004–2006) und später der männlichen E-Jugend (ab 2006) legte er den Grundstein für viele sportliche Erfolge.
Im Verein fand Jürgen nicht nur eine sportliche Heimat, sondern auch sein privates Glück: Hier lernte er seine Frau kennen. Sein leidenschaftliches und vorbildliches Engagement weitete sich in der Folge auf die gesamte Familie Grzeschik aus, die gemeinsam mit ihm die Werte des Zusammenhalts und des Ehrenamts verkörpern.
Seine strategische Weitsicht bewies er als Initiator unserer Förderstrukturen. 1991 rief er den Förderkreis ins Leben. 2009 folgte die Gründung des Jugendförderclubs. Mit diesen Meilensteinen zeigte Jürgen, wie leidenschaftlich er das Thema Sponsoring vorantrieb, um „seiner“ TG stets den besten Rückhalt zu bieten.
Verantwortung an der Spitze
Nachdem er bereits von 2012 bis 2021 als 2. Vorsitzender die Geschicke leitete, übernahm er von 2021 bis 2025 das Amt des 1. Vorsitzenden. In Anerkennung seiner lebenslangen Verdienste ernannten wir ihn 2025 zum Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzenden.
Geselligkeit und Kasteler Tradition
Jürgen liebte die Gemeinschaft. Von 2004 bis 2014 war er Präsident des 11er Rates der „Schlabbe-Sitzung“, die jährlich in der Aula der Gustav-Stresemann-Schule stattfand. Der Name war Programm: „Schlabbe“ steht für Gemütlichkeit und das Gefühl, zu Hause zu sein – genau das, was Jürgen für seine TG-Familie verkörperte.
Ob bei der Organisation des Castellum-Turniers auf der Bezirkssportanlage (1988–2002), dem TG-Fastnachtsball (1997–2004) im Bürgerhaus oder als unermüdlicher „Kümmerer“ beim Felke-Turnier in Bad Sobernheim – Jürgen war da, wo angepackt werden musste. Unvergessen bleibt auch sein Einsatz beim Rasselfest (1988–2003), wo er sowohl vor als auch hinter der Theke für gute Stimmung sorgte.
Ein Botschafter der TG
Ein besonderes Highlight seiner Vereinsgeschichte war die Reise über den Atlantik: 1996 „vertrat“ Jürgen zusammen mit seiner Frau die TG Kastel als Zuschauer stolz bei den Olympischen Spielen in Atlanta.
Ein letzter Gruß
Jürgen hinterlässt eine Lücke, die wir im Verein noch lange spüren werden. Doch sein Leitspruch „Ein Verein, eine Seele“ und sein Geist leben in den Werten weiter, die er uns vorgelebt hat: Zusammenhalt, Leidenschaft und echte Kameradschaft.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Andrea, seinen Kindern Sina und Tim und allen Angehörigen. Wir werden Jürgen und alles, was er für uns getan hat, für immer im Herzen behalten.
In stiller Trauer und tiefer Verbundenheit,
Der Vorstand und die Mitglieder der Turngesellschaft 1886/54 Mainz-Kastel e.V.

